Caritas vermittelt 24 Stunden Betreuung für 1850 Euro im Monat Was ist dran

Caritas vermittelt 24 Stunden Betreuung für 1850 Euro ? Stimmt das und wenn ja unter welchen Bedingungen? Wir haben uns die im Internet kursierende Aussage genauer angesehen. 

Caritas vermittelt 24-Stunden-Betreuung für 1850 Euro – ist das wirklich möglich? Viele Familien, die auf der Suche nach einer bezahlbaren Pflege für ihre Angehörigen sind, stellen sich genau diese Frage. In diesem Artikel erfahren Sie, unter welchen Umständen dieses Angebot realisierbar ist und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen.

Das Wichtigste auf einen Blick

Die 24-Stunden-Betreuung über die Caritas kostet laut eigenen Angaben zwischen 3.100 und 3.300 Euro monatlich, einschließlich aller notwendigen Leistungen und Gehälter. Die Kosten setzen sich aus einem Brutto Gehalt für die Haushalthilfen und Betreuungskräfte von ca. 2500€ pro Monat und dem Arbeitgeberanteil (ca. 600€) zusammen. Hinzu kommen noch Koordinationskosten von 645€ im ersten Monat und anschließend 165€ pro Monat, die an die Caritas zu entrichten sind und Reisekosten von ca. 200€ die je nachdem wie oft die Haushaltshilfe ins Heimatland z.B. Polen fährt anfallen. Ob es auch noch günstiger z.B. für 1850€ pro Monat geht, haben wir weiter unten im Beitrag beschrieben.

pflegehilfe-polnisch 
Die Kosten für die häusliche 24h Pflege variieren grundsätzlich Abhängigkeit von den Sprachkenntnissen der Pflegekräfte, dem individuellen Betreuungsbedarf und den regionalen Gegebenheiten. 

Das CariFair-Modell von Caritas sorgt für faire Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte, bietet rechtliche Absicherung sowie Unterstützung bei der Organisation und Kommunikation zwischen Familien und Pflegekräften.

 

Vor- und Nachteile gegenüber anderen Anbietern für 24h Pflege auf dem Markt: 

Vorteile: 


  1. ✔️ Legale Beschäftigung einer ausländischen Arbeitskraft zu fairen Bedingungen
    ✔️ Unterstützung durch die Caritas, dem größten Wohlfahrtsverband in Deutschland
    ✔️ Kooperation mit polnischem Caritas Verband
    ✔️ Vermittlung von Zusatzangeboten der Caritas wenn eine polnische Pflegekraft ausfällt oder Urlaub hat (z.B. Kurzzeitpflege, Tagespflege etc.)

Nachteile: 

  1. ❌ Kosten einer Festanstellung in Deutschland vermittelt über Caritas oftmals teurer als vergleichbare Angebote für 24Std Pflege durch spezialisierte Vermittlungsagenturen
    ❌ Anstellungsmodell kann hohe Risike birgen, wenn z.B. Chemie mit Betreuungskraft nicht stimmt, diese krank wird, oder schlecht arbeitet. Bei Vermittlung über Agenturen können Betreuungskräfte bei Problemen meist kurzfristig (2-5 Tage) ausgetauscht werden
    ❌ Hoher bürokratischer Aufwand verbunden mit vergleichbar höheren Kosten im Vergleich zu z.B. Entsendemodell
    ❌ Keine Vertretung in Urlaubszeiten im Vergleich zu Agenturen, wo es keine Betreuungslücken gibt. 
  2.  

Agenturen für 24h Pflege vergleichen

 

Ist eine 24-Stunden-Betreuung für 1.850 Euro möglich?

Die Frage, ob eine 24-Stunden-Betreuung für 1.850 Euro möglich ist, beschäftigt viele Familien. Der aktuelle Mindestlohn in Deutschland beträgt 12,82€ pro Stunde (Stand Januar 2025). Wenn man nun von einer Arbeitszeit von 38,5 Wochenstunden (so wie es die Caritas vorsieht), ausgeht, so kommen wir auf reine Lohnkosten von Monatlich: 38,5 × 4,33 Wochen = 166,705 Stunden pro Monat. 166,705 × 12,82 = 2.137,76 € Arbeitnehmer brutto pro Monat. Hinzu kommt dann noch der Arbeitgeber Anteil. Nehmen wir 25 % als Schätzung: 2.137,76 × 1,25 = 2.672,20 € Das sind die reinen Lohnkosten. Wohlgemerkt für den niedrigst möglichen Stundensatz von 12,82€. Eine Pflegehilfe mit guten Deutschkenntnissen und Erfahrung in der Pflege ist aber meist deutlich teurer. Laut Angaben der Caritas werden die Kräfte jedoch nach Tarifvertrag bezahlt und man muss von Kosten um die 2500€ für die Pflegerin ausgehen zzgl. Arbeitgeberanteil von ca. 600€ also insgesamt rund. 3100€ pro Monat zzgl. 165€ Koordinationskosten für die Caritas pro Monat und zzgl. Reisekosten. Also insgesamt ca. 3300€ pro Monat zzgl. Unterkunft und Verpflegung.

Doch was steckt hinter der Zahl 1850€ die im Internet kursiert?

Die Caritas bietet durch die Vermittlung von Pflegekräften aus Polen eine kostengünstige Lösung an zu Hause gepflegt zu werden. Die Caritas fungiert jedoch lediglich als Vermittler und bietet eine umfassende Unterstützung bei der Umsetzung. Anstellen müsssen die pflegebedürftigen Senioren die Kräfte jedoch selbst.

Wie ist die Zahl 1850€ zustandegekommen ?

Um ein klareres Bild zu bekommen, müssen wir uns die tatsächlichen Kosten der 24-Stunden-Pflege bei Caritas genauer ansehen. Die monatlichen Gesamtkosten für die CariFair-Betreuung liegen laut eigenen Angaben zwischen 3.100 und 3.300 Euro pro Monat, abzüglich der Leistungen der Pflegekasse die den Senioren ab Pflegegrad 2 zustehen. Diese Betrag umfasst alle notwendigen Leistungen, einschließlich der Gehälter und Sozialversicherungsbeiträge der Pflegekräfte.

Ein wesentlicher Teil der Kosten entfällt auf das Bruttogehalt der Pflegekraft, das laut Angaben der Caritas bei ca. 2550€ Euro im Monat liegt. Hinzu kommt der Arbeitgeber Anteil von ca. 600€.

Wenn man jetzt jedoch von dem in Deutschland geltenden Mindestlohn ausgeht, so könnte man folgende vereinfachte Berechnung aufstellen um herauszufinden, wie der im Internet kursierende Betrag von 1850€ zustandegekommen ist:

Pflege 24h für 1850 Euro
Aktueller Mindestlohn ( Stand 01.01.25) = 12,82€ x 38,5 Stunden pro Woche = 493 Euro. Um nun auf einen monatlichen Betrag zu kommen rechnen viele diesen Betrag mal 4 und kommen somit auf monatliche Kosten von 1974€. Diese Zahl kommt der im Internet kursierenden Aussage "Caritas vermittelt 24 Stunden Betreuung für 1850 Euro" schon sehr nahe. Die Differenz zu den 1850€ erklären wir uns durch den sich ständig ändernden Mindestlohn. Allerdings kommt hier noch der Arbeitgeber Anteil hinzu. Wenn man von 25% ausgeht wären das insgesamt 2467€ pro Monat.

Dies ist aber leider eher eine Milchmädchen Rechnung, da es erstens nur 1 Monat pro Jahr gibt der aus 4 Wochen besteht (Februar) und zweitens die Caritas für die vermittelten Pflegehilfen eine Lohnvergütung nach Tarif vorsieht und man somit nicht unbedingt mit dem Mindestlohn von 12,82 Euro rechnen kann. Wir wissen nun aber wie die Zahl 1850€ zustandegekommen ist. Realitätsnah ist sie jedoch nicht unbedingt da sie erstens vom Mindestlohn ausgeht, zweitens davon ausgeht dass jeder Monat im Jahr nur 4 Wochen hat und drittens nicht den Arbeitgeber Anteil mit berücksichtigt.

Die Qualifikationen und Sprachkenntnisse der Pflegekräfte beeinflussen ebenfalls die Kosten erheblich. Höher qualifizierte Pflegekräfte, insbesondere solche mit guten Deutschkenntnissen, sind in der Regel teurer. Dies bedeutet, dass Familien, die eine besonders qualifizierte Pflegekraft wünschen, mit höheren Kosten rechnen müssen, die oftmals weit über 3000€ pro Monat liegen.

Zusätzlich kann auch der individuelle Betreuungsbedarf die Preise variieren lassen. Umfangreichere Pflegeleistungen und besondere Anforderungen führen zwangsläufig zu höheren Kosten. Es ist daher wichtig, bei der Planung der 24-Stunden-Pflege alle diese Faktoren zu berücksichtigen.

Wichtig ist zu beachten, dass die Caritas nur das Modell der Festanstellung vorsieht, bei dem die pflegebedürftigen Senioren selbst zum Arbeitgeber werden. Dies bietet die Möglichkeit einer rechtssicheren und fairen Anstellung in Deutschland jedoch muss auch beachtet werden, dass viele Nachteile durch das Anstellungsmodell entstehen können. Besonder hervorzuheben ist das Risiko, wenn man mit der Kraft nicht zurechtkommt oder diese schlechte Arbeit leistet. Im Gegensatz zur Vermittlung über eine Agentur für 24h Pflege bei der eine Pflegehilfe kurzfristig augestausch werden kann, wenn man sich nicht versteht oder es Probleme gibt. Ein weiterer zu erwähnender Nachteil sind Betreuungslücken, die entstehen, wenn die Kraft im Urlaub ist. In dieser Zeit bietet die Caritas zwar auch Unterstützung an, jedoch ist meist vorgesehen, dass die Senioren in dieser Zeit z.B. in ein Pflegeheim zur Kurzzeitpflege gehen. Eine fortlaufende Betreuung in den eigenen 4 Wänden ist bei einer Festanstellung also kaum möglich wenn man nicht noch eine zweite Betreuungskraft anstellen möchte.

 

Warum unterscheiden sich die Preise?

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Die Preise für 24-Stunden-Pflege variieren stark, und das aus guten Gründen. Eine der Hauptursachen sind die Sprachkenntnisse der Pflegekräfte. Pflegekräfte mit fließenden Deutschkenntnissen sind deutlich teurer als solche mit geringen oder keinen Sprachkenntnissen. Dies liegt daran, dass die Kommunikation ein wesentlicher Bestandteil der Pflege ist und bessere Sprachkenntnisse eine hochwertigere Betreuung ermöglichen.

Auch die örtlichen Gegebenheiten und der spezifische Pflegebedarf des Patienten spielen eine Rolle. Wenn zum Beispiel eine zweite Person im Haushalt wohnt sind die Kosten in der Regel höher als wenn nur eine Person zu pflege ist. Hinzu kommen zusätzliche Ausgaben wie Anreisekosten für Pflegekräfte aus dem Ausland und Verpflegungskosten, die die Gesamtkosten weiter erhöhen können.

Ein weiterer Faktor ist der allgemeine Anstieg der Preise für osteuropäische Pflegekräfte in den letzten zehn Jahren. Diese Entwicklung reflektiert die steigenden Lebenshaltungskosten und Löhne in den Herkunftsländern der Pflegekräfte. All diese Faktoren zusammen erklären, warum die Preise für 24-Stunden-Pflege so unterschiedlich sein können.

 

CariFair: Das Betreuungsmodell der Caritas

Die Caritas hat mit dem CariFair-Modell ein Konzept entwickelt, das faire Arbeitsbedingungen für Betreuungskräfte schaffen soll. Dieses Modell ermöglicht die legale Anstellung polnischer Pflegekräfte in deutschen Haushalten, unter Berücksichtigung aller gesetzlichen Vorgaben. Ein wesentlicher Aspekt ist die soziale Absicherung der Pflegekräfte, die sowohl sozial- als auch unfallversichert sind.

Voraussetzung um eine Pflegerin über das CariFair-Modell anzustellen, ist die Bereitstellung eines eigenen, abschließbaren Zimmers und kostenlose Verpflegung für die Betreuungskräfte. Dies stellt sicher, dass die Pflegekräfte unter menschenwürdigen Bedingungen arbeiten und leben können. Zudem haben sie Anspruch auf regelmäßige Pausen und mindestens einen freien Tag pro Woche, wobei die durchschnittliche Arbeitszeit bei 38,5 Stunden pro Woche liegt.

Die Caritas arbeitet auch mit Koordinatoren, die sowohl Deutsch als auch Polnisch sprechen, um die Kommunikation zwischen den Pflegekräften und den Familien zu erleichtern. Diese Koordinatoren unterstützen nicht nur die Pflegekräfte, sondern auch die Familien bei der Organisation des Arbeitsverhältnisses und stehen bei Fragen und Problemen zur Verfügung.

Ein weiterer Vorteil des CariFair-Modells ist, dass es keine zeitlichen Beschränkungen für die Anstellung von Betreuungskräften aus anderen EU-Ländern gibt. Dadurch wird eine kontinuierliche und stabile Betreuung ermöglicht, was für viele Familien von großem Vorteil ist.

Vorteile und Nachteile der 24-Stunden-Pflege durch Caritas

Die 24-Stunden-Pflege durch die Caritas 24 bietet zahlreiche Vorteile. Ein großer Pluspunkt ist das Engagement der Caritas für faire Arbeitsbedingungen und gegen ausbeuterische Strukturen. Die Pflegekräfte erhalten eine faire Entlohnung und gesetzlich geregelte Arbeitszeiten, was ihre Zufriedenheit und Motivation steigert.

 

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Ein weiterer Vorteil ist die umfassende Unterstützung, die Familien bei der Anstellung von polnischen Pflegekräften erhalten. Die Caritas übernimmt viele organisatorische Aufgaben und sorgt dafür, dass alle gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden. Dies nimmt den Familien eine große Last von den Schultern und gibt ihnen Sicherheit. Zudem unterstützt die Caritas als größter Wohlfahrtsverband in Deutschland auch um die 24 Stunden Pflege herum Angehörige und Senioren bei dem Thema Pflege zu Hause.

Auf der anderen Seite gibt es auch Nachteile:

  1.  
  2. 🔸 Die Kosten für eine Festanstellung einer Pflegekraft aus Polen sind nicht für alle Senioren stemmbar. Manche Vermittlungsagenturen für 24h Pflege bieten günstigere Konditionen.
  3. 🔸 Das Modell einer Festanstellung birgt nicht unerhebliche Risiken, wenn die vermittelte Betreuungskraft zum Beispiel krank wird, schlecht arbeitet oder die Chemie nicht stimmt. Im Vergleich zu Vermittlungsagenturen kann die Betreuungskraft nicht einfach ausgewechselt werden
  4. 🔸 Ein weiterer Nachteil im Vergleich zu einer 24h Pflege über eine Vermittlungsagentur ist dass eine durchgehende Betreuung zu Hause nur schwer umsetzbar ist, da in den Zeiten in denen die Betreuungskraft Urlaub hat, eine Betreuungslücke entsteht.
  5. 🔸 Zusätzlich erfordert die direkte Beschäftigung von Pflegekräften einen hohen bürokratischen Aufwand, wie die Meldung bei der Berufsgenossenschaft und die Lohnbuchhaltung etc.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Kommunikation mit der Caritas. Einige Familien berichten von Schwierigkeiten, zeitnah Antworten auf ihre Anfragen zu erhalten. Dies kann zu Unsicherheiten und Frustrationen führen, insbesondere in dringenden Situationen.

 

Rechtliche Rahmenbedingungen der 24-Stunden-Pflege

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die 24-Stunden-Pflege sind klar geregelt. Die maximale Wochenarbeitszeit für eine Pflegekraft beträgt etwa 60 Stunden gemäß deutschem Arbeitsrecht. Zudem sehen die gesetzlichen Vorgaben eine maximale Arbeitszeit von 8 Stunden täglich, eine Mindestruhezeit von 11 Stunden und einen freien Tag pro Woche vor.

Bereitschaftszeiten müssen ebenfalls vergütet werden, wie ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts bestätigte. Dies bedeutet, dass auch die Zeiten, in denen die Pflegekraft zwar nicht aktiv arbeitet, aber dennoch verfügbar sein muss, bezahlt werden müssen. Diese Regelung soll sicherstellen, dass die Pflegekräfte fair entlohnt werden und nicht übermäßig belastet werden.

Um eine Pflegekraft legal zu beschäftigen, ist ein rechtssicherer Arbeitsvertrag unerlässlich. Dieser sollte alle relevanten Aspekte wie Arbeitszeit, Urlaub und Vergütung abdecken. Beim sogenannten Entsendemodell welches die meisten Vermittler verwenden, ist zudem eine A1-Bescheinigung erforderlich, um die korrekte Abführung von Steuern und Sozialabgaben durch den Arbeitgeber im Heimatland zu bestätigen. Die Vermittlungsagenturen übernehmen aber in der Regel sämtliche mit der 24Std Pflege in Zusammehang stehenden bürokratischen Angelegenheiten. Die Nichtbeachtung dieser arbeitsrechtlichen Bedingungen kann strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

 

Schritte zur Einstellung einer 24-Stunden-Pflegekraft

Die Einstellung einer 24-Stunden-Pflegekraft erfordert mehrere Schritte. Zunächst sollte eine Bedarfsanalyse erstellt werden, um die spezifischen Anforderungen zu klären. Dies hilft dabei, die richtige Pflegekraft zu finden, die den individuellen Bedürfnissen des Pflegebedürftigen entspricht.

Vor der Auswahl der Pflegekraft sollten gesundheitliche Voraussetzungen überprüft werden, wie Impfungen und Krankheitsnachweise. Dies stellt sicher, dass die Pflegekraft in der Lage ist, ihre Aufgaben ohne gesundheitliche Einschränkungen zu erfüllen. Nach der erfolgreichen Einstellung beginnt die Betreuung dann im eigenen Zuhause.

Einige Familien berichten, dass der bürokratische Aufwand bei der Einstellung einer Pflegekraft stressig und herausfordernd sein kann. Es ist daher ratsam, sich frühzeitig über alle notwendigen Schritte und Formalitäten zu informieren, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

 

Finanzierungsmöglichkeiten und staatliche Unterstützung

Die Finanzierung der 24-Stunden-Pflege kann durch verschiedene staatliche Unterstützungsmöglichkeiten erleichtert werden. Die Pflegeversicherung bietet finanzielle Unterstützung und umfasst verschiedene Leistungen, die zur Deckung der Pflegekosten beitragen können. Diese Leistungen variieren je nach Pflegegrad und können einen erheblichen Teil der Kosten abdecken.

Zusätzlich gibt es staatliche Zuschüsse, wie zum Beispiel das Landespflegegeld (Bayern) i.H.v. 1000 Euro jährlich, das für die Finanzierung der 24-Stunden-Pflege verwendet werden kann. Auch Zuschüsse für Wohnumfeldverbesserungen, die bis zu 4.180 Euro betragen können, stehen zur Verfügung. Diese können genutzt werden, um das Zuhause an die Bedürfnisse des Pflegebedürftigen anzupassen.

Es ist auch möglich, Pflegekosten als außergewöhnliche Belastungen steuerlich abzusetzen, was eine weitere finanzielle Entlastung bietet.

 

Alternative Anbieter im Vergleich

Neben der Caritas gibt es zahlreiche andere Anbieter von 24-Stunden-Betreuung in Deutschland. Die monatlichen Kosten variieren erheblich, je nachdem, welche Agentur gewählt wird, und können zwischen 2700€ und 3.700 Euro liegen. Diese Unterschiede sind oft auf die Qualifikation und Sprachkenntnisse der vermittelten Pflegerinnen zurückzuführen.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Art der Beschäftigung der Pflegekräfte. Einige Agenturen bieten eine Vermittlung selbstständiger Kräfte an, während andere auf entsendete Pflegekräfte setzen. Dies kann die Preisgestaltung erheblich beeinflussen. Selbstständige Pflegekräfte sind oft günstiger, jedoch gibt es rechtliche Grauzonen, die es zu beachten gilt. Am gängigsten ist das sogenannte Entsendemodell, bei dem die Pflegerinnen im Heimatland angestellt bleiben, und für die Seniorenbetreuung nach Deutschland entsendet werden. Es bietet im Punkto Legalität neben der Festanstellung eine rechtssichere Möglichkeit.

Die Qualität der Unterstützung, die von den Vermittlungsagenturen geboten wird, variiert ebenfalls stark. Leider gibt es keine einheitlichen Standards und es gibt sowohl in der Qualität als auch bei der Preisgestaltung große Unterschiede. Familien sollten daher sorgfältig prüfen, welche Agentur am besten zu ihren Bedürfnissen passt und sich unbedingt Angebote von mehreren Anbietern einholen.

 

Erfahrungsberichte von Familien

 

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Viele Familien, die die Dienste der Caritas in Anspruch genommen haben, berichten von positiven Erfahrungen. Die Pflegekräfte werden oft als kompetent und einfühlsam beschrieben, was die Pflegebedürftigen sehr zu schätzen wissen. Diese menschliche Note macht einen großen Unterschied im Alltag der Betroffenen.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Flexibilität der Pflegekräfte. Viele Familien loben, wie gut sich die Betreuungskräfte an die individuellen Bedürfnisse und Routinen der Pflegebedürftigen anpassen können. Dies schafft ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit, das in Pflegeheimen oft fehlt.

Besonders wertvoll ist die persönliche Verbindung, die zwischen den Pflegekräften und den Pflegebedürftigen entsteht. Ein ganz besonders hervorzuhebender Pluspunkt im Gegensatz zu einer Stationären Unterbringung in einem Pflegeheim ist der Umfang der persönlichen Zuwendung die Senioren erfahren. In einem Seniorenheim sind es oft nur wenige Minuten am Tag wohingegen es bei einer häuslichen 24h Betreuung mehrere Stunden pro Tag sind, an denen die Pflegekraft exklusiv für die Pflegebedürftigen da ist.

 

Zusammenfassung

Die 24-Stunden-Betreuung durch Caritas bietet eine umfassende und faire Lösung für Familien, die Unterstützung bei der Pflege ihrer Angehörigen benötigen. Die Kosten mögen auf den ersten Blick hoch erscheinen, doch sie reflektieren die Qualität und die fairen Arbeitsbedingungen, die Caritas ihren Betreuungskräften bietet. Faktoren wie Sprachkenntnisse und Qualifikationen der Pflegekräfte beeinflussen die Preisgestaltung erheblich, und es ist wichtig, all diese Aspekte bei der Entscheidungsfindung zu berücksichtigen.

Abschließend lässt sich sagen, dass die 24-Stunden-Pflege durch Caritas eine wertvolle Option für Familien ist, die eine vertrauenswürdige und humane Pflege suchen. Mit der richtigen Planung und Nutzung der staatlichen Unterstützungsmöglichkeiten kann diese Form der Betreuung eine langfristige und rechtssichere Lösung für alle Beteiligten sein.

 

Häufig gestellte Fragen

Ist eine 24-Stunden-Betreuung für 1.850 Euro möglich?

Nein, eine 24-Stunden-Betreuung für 1.850 Euro pro Monat ist unter Berücksichtigung des aktuellen Mindestlohns und des Arbeitgeberanteils nicht möglich.

Was sind die tatsächlichen Kosten für die 24h Pflege bei Caritas?

Die tatsächlichen Kosten für die 24-Stunden-Pflege bei der Caritas liegen laut eigenen Angaben monatlich zwischen 3.100 und 3.300 Euro, wobei hiervon Leistungen der Pflegekasse gegengerechnet werden können.

Warum variieren die Preise für 24-Stunden-Pflege?

Die Preise für 24-Stunden-Pflege variieren aufgrund von Faktoren wie Sprachkenntnissen, Anstellungsmodell und Qualifikation der Betreuungskraft. Diese unterschiedlichen Rahmenbedingungen beeinflussen die Kosten erheblich.

Was ist das CariFair-Modell der Caritas?

Das CariFair-Modell der Caritas gewährleistet faire Arbeitsbedingungen und eine legale Anstellung für osteuropäische Pflegekräfte im Rahmen einer Festanstellung. Pflegebedürftige Senioren werden hierbei selbst zum Arbeitgeber und stellen die Pflegehilfen im eigenen Haushalt an.

 

🔔 Fazit: 

Die Caritas vermittelt 24-Stunden-Betreuung für 1850 Euro – ist das wirklich möglich?
Es ist richtig, dass die Caritas über ein eigens ins Leben gerufene Programm eine Möglichkeit geschaffen hat, pflegebedürftigen Senioren, Pflegehilfen aus dem EU-Ausland zu vermitteln. Auf der Homepage der Caritas ist jedoch von Kosten von "2.551,00 € Bruttogehalt gemäß Tarifvertrag plus ca. 600,00 € Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung" also ca. 3150€ pro Monat die Rede.

Jedoch können Senioren intern das ihnen zustehende Pflegegeld gegenrechnen, welches die monatlichen Gesamtkosten für eine 24h Pflege mindert. Woher die allgemeine Aussage, "Caritas vermittelt 24-Stunden-Betreuung für 1850 Euro" also kommt ist zumindest auf der Homepage der Caritas selbst nicht ersichtlich.